Sonnenhof Zengarten

Home

Über Uns

Zen

Kontemplation

Kursbeschreibung

Kursleiter/Innen

Hausgast

Allgemeines

Anmeldeformular

Anfahrt

Fotos

Kontakt

Verein

Links

Was ist Kontemplation?

Kontemplation ist ein christlicher Weg zur Gotteserfahrung auf den Spuren abendländischer Mystikerinnen und Mystiker (z.B. Meister Eckehart, Johannes vom Kreuz, Theresa von Avila). Durch das Loslassen aller Gedanken und Vorstellungen (auch der über Gott), und das Sich-Einlassen auf das eigene Wesen, kann die Einheit mit dem göttlichen Urgrund erfahren werden, welche sich auch im Alltag bewährt und bewahrheitet. Unsere Schule, die Würzburger Schule der Kontemplation, versteht die Kontemplation als eine im stillen Sitzen einzuübende Form der gegenstandsfreien Meditation.

Grundlagen

Kontemplation ist zuerst etwas durch und durch Praktisches. Das Wesen der Kontemplation erschließt sich mir, indem ich es tue. Das bedeutet zunächst, dass ich alles Meinen und Diskutieren hinter mir lassen muß. Denn alles Diskutieren stößt schnell an Grenzen und kann niemals die wirkliche Fülle, worum es in der Kontemplation geht, erschließen.

Kontemplation im christlichen Sinne meint, eins zu sein mit dem Göttlichen in mir. Es ist nicht bloß eine Vorstellung, sondern eine Erfahrung, in der sich mir etwas völlig Neues zeigt. Dieses göttliche Ereignis ist allerdings nicht etwas, das man irgendwo willentlich erlangen kann, sondern es ist jenseits des Fassbaren. Es ist etwas, was mich unvermittelt und plötzlich umgreift. Es ist eine Wirklichkeit, die in jedem Augenblick präsent ist. Wer bereit ist, sich dieser Wirklichkeit zu öffnen, hat die Möglichkeit, von diesem Mysterium angerührt zu werden.

Die kontemplative Übung

Die kontemplative Übung beinhaltet mehrere Schritte: Achtsamkeit, Loslassen, Einswerden, Neuwerden, Bezeugung im Alltag.

  • Die Achtsamkeit ist nicht nur ein Bemerken oder Wahrnehmen, sondern ein Spüren, ein "Innewerden", dass und worin ich richtig oder falsch liege.
  • Das Loslassen bedeutet ein "Sich-Lassen". Das Sich-Lassen meint nicht nur das Fahrenlassen von Dingen, an denen ich hänge und festhalte, sondern ein "Sich-Einlassen" auf das Unvorhersehbare und Ungewisse meines eigenen Urgrunds. Es bedeutet auch das Loslassen von feststehenden Denk- und Verhaltensmustern. Erst in dem Maße, als ich lerne, meine starren Ordnungen und festgelegten Meinungen, wie "man" in der Welt zu sein und zu handeln hat, loszulassen, kann ich mit meinem eigentlichen, göttlichen Wesen eins werden.
  • Die Erfahrung des Einswerdens mit dem Göttlichen ist zugleich die Erfahrung meines eigenen Wesens; Gottes- und Menschenerkenntnis sind eine Erfahrung. Gotteserfahrungen sind auch menschliche Erfahrungen und damit nie endgültig; sie sind immer vorläufig. Das heißt, dass ich jede noch so lieb gewonnene Erfahrung wieder loslassen muß, damit ich mich immer wieder neu empfangen kann. Der kontemplative Weg ist ein prozesshafter Weg von Sterben und Neuwerden. Dies fordert Disziplin, eine Not auszuhalten und das Leiden mit Vertrauen und Mut zu durchschreiten. Jede so genannte große Erfahrung bewirkt einen Neuanfang.
  • Die Erfahrung des Einswerdens mit dem göttlichen Urgrund hat einerseits erlösenden Charakter, aber es verpflichtet mich, Zeuge dieser Erfahrung in dieser Welt zu sein. Im alltäglichen Tun geht es darum, unter den jeweiligen Bedingungen der augenblicklichen Situation zu bezeugen, was in der Stille erfahren und geübt wird. 

Weitere Informationen zum Würzburger Forum der Kontemplation.