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Was ist Zen?

Zen ist eine gegenstandsfreie Form der Meditation, die sich aus dem Buddhismus entwickelt hat, aber nicht an eine bestimmte Religion gebunden ist. Durch die Übung des Loslassens aller Gedanken und Vorstellungen beim aufrechten Sitzen in der Stille (Zazen) wird ein Sich-Einlassen in das Wahre Selbst angestrebt, aus dem auch der Alltag erlebt und gestaltet werden kann. Zazen unterscheidet sich insofern von anderen Praktiken, als es ohne Umschweife vorgeht. Man setzt sich und beginnt zu erforschen, was oder wer man ist. Das geht nicht, ohne aufmerksam nach innen zu schauen, in den eigenen Geist. Dies ist meistens ein langer, manchmal auch mühsamer Weg, der sich jedoch lohnt. Zazen ist eine Lebenspraxis und führt letztendlich zur Befreiung. Was Befreiung ist, kann mit Worten nicht ausgedrückt werden, sondern muss erfahren werden.

Die Sanbô-Zen Schule

In der Zen-Praxis folgen wir überwiegend der japanischen Sanbô-Zen Linie, eine relativ junge Zen-Richtung, die im vergangenen Jahrhundert in Japan entstanden ist. Das Wort bedeutet "Vereinigung der Drei Schätze", womit Buddha, Dharma und Sangha gemeint sind. Die Sanbô-Zen-Schule vereinigt die wichtigsten Elemente der beiden traditionellen Zen-Richtungen, der Sôtô- und der Rinzai-Schule.

Begründet wurde diese Linie von Harada Dai-un Rôshi (1870 - 1961) und seinem Nachfolger Yasutani Haku-un Roshi (1885 - 1973). Unter Yasutani wurde die Sanbô-Zen-Schule 1954 vom japanischen Staat als eigenständige Zen-Schule und religiöse Organisation anerkannt. Von ihm wurde Yamada Kô-un Roshi (1907 - 1989) als Nachfolger eingesetzt. Sein auf privatem Grund errichtetes Zendo in Kamakura (südlich von Tokio) wurde zum Anziehungspunkt für viele Westler. Sein Nachfolger war Kubota Ji’un Rôshi. Der jetzige Abt ist Yamada Masamichi Ryô-un Rôshi.

Eine weitere Zen-Meisterin der Sanbô-Zen Schule ist Gundula Meyer, Zui-un Rôshi. Sie betreibt das Ohof Zendo in Norddeutschland.

Die wichtigsten Merkmale der Sanbô-Zen Schule

  • Das ausdauernde Sitzen (Zazen zur Wand gekehrt) wie in der Sôtô-Schule, doch mit konsequentem Schweigen, was in der Sôto-Schule nicht mehr überall gepflegt wird
  • Die Koan-Arbeit (beginnend meist mit dem Koan MU) wie in der Rinzai-Schule
  • Die Unabhängigkeit von Klöstern, Tempelorganisationen und klösterlichen Gebräuchen (keine Mönchsordinationen, keine Pflicht zu Mönchsgewändern usw.)
  • Leitung nicht durch Mönche/Priester, sondern durch Laien
  • Volle Freiheit im Bezug auf die Konfessions- und Religionszugehörigkeit
Weitere Informationen zur Sanbô-Zen Schule